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Weitere Informationen zu: Vincent van Goghs „Zypressen“

Dunkle Flammen aus dem Süden Frankreichs

In „Zypressen“ (Cyprès) aus dem Juni 1889 rücken jene Bäume ins Zentrum, die Van Goghs Provence-Zeit wie kaum ein anderes Motiv prägten. Die dunkelgrünen Zypressen lodern wie schwarze Flammen empor und verbinden Erde und Himmel.

Entstehungshintergrund: Eine Obsession in Saint-Rémy

Van Gogh entdeckte die Zypressen während seines Aufenthalts in der Heilanstalt von Saint-Rémy als ideales Motiv. In einem Brief schrieb er, die Zypressen beschäftigten ihn unablässig und noch niemand habe sie so gesehen, wie er sie sehe. Er wollte ihnen mit demselben Ernst begegnen wie zuvor seinen Sonnenblumen.

Bildkomposition und versteckte Details

  • Die Flammenform: Die Bäume winden sich in züngelnden, aufsteigenden Pinselstrichen nach oben – ein unverwechselbares Markenzeichen.
  • Der pastose Auftrag: Die dick aufgetragene Farbe (Impasto) verleiht der Oberfläche eine reliefartige, fast plastische Wirkung.
  • Bewegter Himmel: Wolken und Vegetation scheinen demselben inneren Rhythmus zu folgen.

Symbolik und Verbleib

Zypressen galten traditionell als Bäume der Trauer und des Todes, doch bei Van Gogh wirken sie vor allem lebendig und kraftvoll. Sie wurden zu einem seiner zentralen Motive der Spätzeit. Eine bekannte Fassung befindet sich im Metropolitan Museum of Art in New York.

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